Warum nicht auch mal Gefühle zeigen?

Time to say King MK

Heute ist es soweit!  Wir freuen uns riesig für unseren kleinen „King MK“ ein super schönes zu Hause gefunden zu haben. Sein neuer Besitzer kommt aus der Nähe von Wiesbaden und möchte „King MK“ als Hengstanwärter aufziehen. Wir drücken beiden die Daumen und werden „King MK“ weiterhin im Auge behalten. Mach es gut mein kleiner/großer Freund!

Und hier die Geschichte von „King MK“!

Geboren ist unser kleiner „King MK“ an einem frühen Samstagmorgen, den 18.05.2013. Ein kleiner Goldfuchs mit ganz langen Beinen und dann kam das ernüchternde Resultat von meinen Vater „Hengstfohlen“, es sollte doch eigentlich ein „Stutfohlen“ werden, wie seine Vollschwester „Roxy MK“ aus dem vorherigem Jahr! Mein kurzer Kommentar dazu: Hauptsache gesund und munter der Rest ist erst mal egal.Classic Pony Schirmer "King MK"

Der kleine Kerl entwickelte sich prima und mit seiner super Abstammung, sein Vater ist der aus dem USA importierte Hengst „KC Coyne Connection“ und seine Mutter die Staatsprämienstute „Romy“ von Jacob´s Krönung / M.v. Doctor Igor, führt er auch noch eine ganz bedeutende Blutlinie in sich.

So konnten wir bei der Fohlenprämierung des Bezirksverein Südhannover-Braunschweig am 24. Juni 2013 in Clus mit „King MK“ das Siegerhengstfohlen, auf Grund seinen hervorragenden taktvollen Bewegungen, Ausdruck und guten Fundament, stellen. Natürlich wurde er auch mit einem 1. Preis prämiert. Für unsere kleine Classic Pony Zucht war es wieder ein ganz besonderer Erfolg.

Auf unserem Pferdefotografieworkshop mit Anita Zander am 15./16. Juli 2013 bei uns in Upen zeigte er sich als Modell mit seiner Mutter „Romy“ von seiner besten Seite, sehr neugierig, verspielt aber dennoch kooperativ. Es wurden hier ganz tolle Aufnahmen von unseren Classic Ponys gemacht, die mich jedes Mal wieder beim Anschauen erfreuen.

Und dann kam der 30. Juli 2013 … ein Datum was ich sicher nicht mehr so schnell vergessen werde!

Wie jeden Morgen drehte ich mit meinen beiden Terriern Henry & Jackson meine Koppelrunde. Nur diesmal stimmte irgendetwas nicht!  Komisch, dass alle um die liegende Leitstute „Romy“ standen und dann der große Schock!  „Romy“ stand nicht mehr auf, sie lag da und war, sie war tot (hinterher stellte sich heraus, dass sie wohl auf Grund eines plötzlichen Aorta riss verstorben ist). Fassungslos versuchte ich einen klaren Gedanken zu fassen, denn „Romy“ hatte ja auch noch ein Fohlen, den kleinen „King MK“ bei Fuß, der jetzt gerade mal 2 ½ Monate alt war. Nachdem ich mein Vater verständigt hatte und auf Ihn wartete, musste ich mit ansehen wie „King MK“ versuchte seine Mutter zum Aufstehen zu bewegen und dann auch noch versuchte Milch aus dem Euter zu saugen, all diese traurigen Bilder werde ich wohl nie wieder vergessen können.

Es half jetzt aber alles nichts wir mussten uns jetzt erst mal um „King MK“ kümmern. So brachten wir unsere Stute „Leo“ und „King“ zusammen auf unsere kleine Hauswiese. Was für ein großes Glück, dass unsere „Leo“ so umgänglich und lieb war und sich als Ammenstute vorbildlich verhielt. Für ihren kleinen Freund machte sie so ziemlich alles. Der Versuch sofort an Milchpulver zu kommen schlug leider fehl. Es würde mindestens einen Tag dauern, einen ganzen Tag!  An dieser Stelle vielen, vielen Dank an die Tierarztpraxis Dres. Anja Winar & Ulf Sonne, Goslar, die uns zum Übergang ein Mischungsrezept aus Traubenzucker und Vitaminmittel gaben. Als nun endlich das Milchpulver da war kam ein weiteres Problem auf uns zu. „King MK“ wollte keinen Milchpulvercocktail aus der Saugflasche trinken. Es war einfach nichts zu machen er saugte nicht, egal wie man es versuchte er trank es nicht. Verzweiflung kam so langsam auf!  Aber dann kam uns die Idee! Da „King“ Wasser trank, einfach das Milchpulver mit Kraftfutter zu füttern und so funktionierte es dann auch. So wurde dann halt drei Mal jeweils eine ½ Stunde am Tag gefüttert.Classic Pony Schirmer

Nachdem wir „Leo“ und „King“ ein paar Tagen beobachtet hatten und die beiden zu einem guten Team zusammen gewachsen waren brachten wir sie wieder runter in die Stutenherde, wo sie sich sofort wieder in die Herde integrierten. Ein ganz wichtiger Prozess, denn „King“ sollte ja auch Pferdegerecht aufwachsen und auch unter seines gleichen sein. Die komplette Herde, ganz besonders „Leo“ und unser zweites Fohlen „Jaro MK“ betreuten und spielten die restliche Weidesaison ganz fürsorglich und niedlich mit „King MK“. Von uns wurde er auf der Weide bei jedem Wetter, ob Regen oder Sonnenschein, zwei Mal täglich mit Michpulver und Kraftfutter zugefüttert.

Im November 2013 ging es dann wieder in den Stall, da die Weidesaison zu Ende war. „King“ lernte ganz schnell das Fohlen ABC, lief brav angebunden neben „Leo“ am Sulky oder der Kutsche mit. Immer wenn irgendetwas war suchte er zur Beruhigung meine Hand, so konnten wir immer durch dick und dünn gehen.

Er hat sich trotz allem super entwickelt und ist ein wirklich ganz toller Kerl geworden. Wir lassen ihn heute mit einem weinenden und einen lachenden Auge gehen und hoffen, dass er weiterhin immer eine gute Hand findet, die ihm leiten wird und jetzt ist es soweit „Auf Wiedersehn“ mein kleiner, lieber Freund! Mach es gut und bleib uns immer schön gesund und munter …

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